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Gut Hohensee

Betritt man das Ensemble durch die mächtige Eingangspforte bietet sich dem geneigten Betrachter ein jämmerlicher Anblick. Das Schlossgebäude ist zerstört, das Guts- und das Wirtschaftsgebäude sind ruiniert. Ein mächtiger Brunnen im Innenhof lässt die einstige Schönheit nur erahnen. Der Zahn der Zeit hat hier sein Werk unaufhörlich voran getrieben.

Das ehemalige Gut, wurde bereits im 13. Jahrhundert als Herrschaftssitz erwähnt und liegt am Rande eines weitläufigen Teichgebietes. Durch politische und militärische Auseinandersetzungen wechselten im Laufe der Zeit die Gutsherren. Um den rechteckigen Hof legten sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Vom Schloss an der Schmalseite ist nur ein Schutthaufen zu erkennen. Nach dem Tod eines prägenden Besitzers wurde durch seine Witwe im 18.Jh eine Kapelle außerhalb des Geländes errichtet. Teile dieser mittlerweile rekonstruierten Kapelle und ein ansehnlicher Schlosspark ist alles was vom einstigen Glanz geblieben ist. Nach 1945 wurden die letzten Eigentümer enteignet und vertrieben, das Schloss geplündert, die Silbermannorgel der Kirche zerstört. Nach 20 Jahren Leerstand ist die Bausubstanz von der Natur erobert und sieht ihrem offensichtlichen Schicksal entgegen.