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Löwenkaserne Elstal

Nach dem Bau des benachbarten olympischen Dorfes für die Spiele von 1936 entstand die „Löwen-Kaserne“ in Elstal zwischen 1935/36  in einem bereits seit dem 19. Jh. militärisch genutzten Gebiet.  Sie ist mit großer Wahrscheinlichkeit den Berliner Architekten Walter und Johannes Krüger zuzuordnen. Fünf dreigeschossige Zeilenbauten für Unterkünfte bilden den Kernbereich der „Löwenkaserne“.

Ebenso wie Kantine, Garagen, Wach- und Arrestgebäude begrenzen diese Bauten einen zentralen Exerzierplatz. Turmartige Gebäudeblöcke, die an mittelalterliche Wehrarchitektur erinnern, stellen die markantesten Elemente dar.  Das doppelbogig ausgebildete Eingangsportal  ist ein stilistisches Charakteristikum für die Kasernenarchitektur der Brüder Krüger. Der Vergleich mit anderen Kasernenbauten zeigt die gestalterischen Spielräume, die trotz enggesteckter Normen im Kasernenbau bestanden.